Physik

Vorankündigung

Vortrag für die Physikkurse der Q11 und Q12 am Dienstag 31.1. 23 um 13:40 Uhr am WG

„Laser und Atome – Wie man mit Licht Atome einfängt

und mittels Spektroskopie ihre Geheimnisse entlockt“

von Prof. Dr. Randolf Pohl der Johannes Gutenberg Universität Mainz

Augenzeugenbericht von CERN

Am 4. Februar war der Physiker Dr. Daniel Michael Martschei am Willibald-Gymnasium zu Gast. Er gab den Schülerinnen und Schülern der Physik-Kurse der Q11 und Q12 einen Einblick in seine Arbeit am CERN, wo er 2003 seine Doktorarbeit schrieb.

Dr. Martschei vor den Schülern der Q11 und Q12
Dr. Martschei vor einer Infografik

Er umriss kurz die  Geschichte des CERNs, das mit dem Spatenstich im Jahre 1954 begann. Dr. Martschei erklärte dabei auch die geographische Lage und den Ausbau des Tunnels so gut, dass sich die Schüler die bauliche Größenordnung wirklich gut vorstellen konnten.

Lebhaft und begeistert beschrieb er, wie alle Einzelteile in vielen tausend Stunden Handarbeit von internationalen Teams zusammengesetzt wurden.

Nach diesem Ausflug in die Geschichte berichtete er den Schülern von den einzelnen Beschleunigungsphasen der zunächst ruhenden Protonen bis zu deren Kollision: Das alles geschehe mit einer Geschwindigkeit von 99,99999 Prozent der Lichtgeschwindigkeit.

Anhand eines Feynman-Diagramms erklärte er die theoretisch möglichen Abläufe einer Proton-Proton-Kollision, wie sie im Large Headroom Collider (LHC) stattfindet. Dr. Martschei berichtete auch vom CMS-Experiment, bei dem er selbst seine Daten für seine Arbeiten sammelte. Dabei erläuterte er auch die einzelnen Bestandteile des Detektors und überraschte die Schüler anhand von Fotos mit den Ausmaßen eines solchen Aufbaus.

Dabei wurde die unfassbare Menge an gesammelten Daten dargelegt und erläutert, wie man diese in mehrstufiger Verarbeitung reduzieren kann. Hier ergab sich auch die Parallele zu seinem heutigen Job. Während Dr. Martschei für seine Doktorarbeit unzählige Daten eines physikalischen Vorgangs auswertete, betreibt er dies bei der Audi AG in Ingolstadt mit Daten bezüglich Autos.

Abschließend zeigte Dr. Martschei noch auf, dass Physik für viele Studiengänge eine gute Basis bildet und es sich deshalb lohnt, gleich Physik zu studieren. Durch diesen Studiengang halte man sich weiterhin alle Möglichkeiten offen, denn Physik beziehungsweise die Art des Denkens werde überall benötigt.